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Bildung benötigt Schulplätze

Diese Forderung trug am 6. Januar 2016 Herr Gratzke namens der Jeanne-Barez-Schule dem Schulausschuss der Bezirksverordnetenversammlung Pankow vor. Auf Einladung des Ausschusses gab der Ausschussvorsitzende, Herr Blauert (CDU), der Schule Gelegenheit, zu Beginn der ersten öffentlichen Sitzung im neuen Jahr die Sorgen der Schule um die Entwicklung in Französisch Buchholz zu erläutern. Aufmerksame Zuhörer waren neben den Ausschussmitgliedern die zuständige Bezirksstadträtin, Frau Zürn-Kasztantowicz (SPD), sowie zahlreiche Eltern mit deren Kindern der Buchholzer Schulen und Kitas.

Anlass der Sorgen ist, dass sich immer mehr vor allem junge Familien erfreulicherweise für Französisch Buchholz als ihren Wohnstandort entscheiden. Herr Gratzke, dessen Kinder nun in dritter Generation einer Buchholzer Familie eine der örtlichen Grundschulen besuchen, stellte dies anhand der anhaltend hohen Bautätigkeit mit vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern bis hin zu großen Bauprojekten dar. Allerdings ziehe die Infrastruktur nicht mit. So seien die Schulkapazitäten bereits überschritten und zunehmend mehr Kindern kann keine Garantie mehr auf einen Schulplatz vor Ort gegeben werden. Und das wäre schon bitter, wenn ein in Sichtweite einer Grundschule wohnendes Kind auf Schulen in anderen Ortsteilen verwiesen werden muss.

Vor dieser Entwicklung haben Lehrer, Erzieher und Eltern seit langem gewarnt. Organisatorische Maßnahmen seitens des Bezirksamtes genügen nicht und gehen zu Lasten der Unterrichts- und Aufenthaltsqualität. Im schlimmsten Fall drohen Einschränkungen bis hin zur Aufgabe der Hortbetreuung. Für den Schulteil der Jeanne-Barez-Schule in der Hauptstraße 66 ist eine Bauerweiterung angekündigt, die den Plänen nach aber nicht vor 2021 bezugsfertig sein wird. Ein Ausweichen auf andere Schulen ist nur bedingt, teilweise wegen ebenfalls schlechter Rahmenbedingungen gar nicht möglich. Insofern ist auch das Ändern von Einschulungsbereichen keine wirkliche Lösung. Das geplante Bauvorhaben „Elisabethaue“ in der Nachbarschaft als Alternative wird wohl nicht vor 2025 realisiert sein. Deshalb wird es mittelfristig auch keine weiterführende Schule in Französisch Buchholz oder in der näheren Umgebung geben.

Frau Zürn-Kasztantowicz habe, so Herr Gratzke anerkennend, erst jüngst wieder in einem Interview die Problemlage der hiesigen Schulen verdeutlicht. Jetzt brauchen die Grundschulen und Kitas in Französisch Buchholz kurzfristige und tragfähige Lösungen, um den Schulplatzbedarf zu befriedigen. Der Platz dafür sei vorhanden, wenn der Wille für Lösungen auch seitens der Ämter und Politik gegeben ist. Ein erstes konkretes Signal wäre, auf den lt. Doppelhaushaltsplan 2016/2017 und Investitionsplanung 2015 bis 2019 vorgesehenen Neubau einer Grünanlage mit Spielplatz (Kapitel 3810, Titel 71652) in der Hauptstraße 64A (angrenzend zur Treffpunktgemeinde und zum Oktopus) zu verzichten. Dieses Grundstück (Flurstück 693) und der ebenfalls dafür vorgesehene Teil des Flurstücks 176 (hinteres Gelände des Oktopus) sowie die rechts neben der Treffpunktgemeinde gelegenen Grundstücke in der Hauptstraße 65 (Flurstück 864) und 65A (Flurstück 177) müssen dem Schulgelände der gelben Schule zugeordnet werden. Damit wäre Raum beispielsweise für modulare Schulergänzungsbauten geschaffen.

Weitere Aktionen sind geplant. Die Schulen und Kitas werden die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 nutzen, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen.

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