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Mensa

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

(Winston Churchill)

 

Auf drei Kleine Anfragen zum Mittagessen in Berliner Schulen im Abgeordnetenhaus Berlin antwortete die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Mitte und Ende 2012 unter Anderem, dass

  • der Senat geht davon ausgeht, dass Qualitätskriterien beim Abschluss von Verträgen der Bezirke mit Essensanbietern für Schulen eine wichtige Rolle spielen,
  • mit dem “DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung” der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wissenschaftlich gesicherte und praxistaugliche Qualitätsstandards für das Schulessen im Land Berlin vorliegen, Kernelemente des Qualitätsstandards Kriterien zur optimalen Lebensmittelauswahl, Häufigkeit der Verwendung sowie Speisenplanung bis hin zum nährstoffoptimierten Verpflegungsangebot sind und ebenfalls Aspekte wie die Getränkeversorgung und die Essensatmosphäre berücksichtigt werden,
  • für den Senat die Einhaltung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) der Maßstab für ein gesundes und hochwertiges Schulmittagessen ist und die Gestaltung der Speiseräume ein Kernelement dieser Standards ist.

 

(Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin – Parlamentsdokumentation, dort Drucksache 17/10643 “Du bist was du isst – Mittagessen in Berliner Schulen”, Drucksache 17/11057 “Mittagessen in Berliner Schulen I” und Drucksache 17/11058 “Mittagessen in Berliner Schulen II”)

In Kapitel 3 “Rahmenbedingungen in Schulen” des “DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung” der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird die Essatmosphäre als wesentliches Element einer optimalen Schulverpflegung herausgestellt. Für optimale Rahmenbedingungen muss die Essatmosphäre Anforderungen an Räume, Ausstattung, Personal und Hygiene sowie organisatorische Abläufe genügen. (Quellen: Schule + Essen = Note 1, IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

Im gelben Schulteil der Jeanne-Barez-Schule erfolgt die Schulverpflegung per Warmverpflegung durch einen Dienstleister bzw. ein Catering-Unternehmen. Wie aber in der 3. Schulkonferenz im Schuljahr 2012/2013 deutlich wurde, sind die räumlichen Voraussetzungen dafür unzureichend und zwingen die Schule zu restriktiven organisatorischen Maßnahmen, um einen einigermaßen akzeptablen Mindeststandard für einen reibungslosen Ablauf der Essensausgabe und -einnahme zu gewährleisten. Dabei ist in Erinnerung zu rufen, dass der Mindeststandard dem Engagement der Schule und des Fördervereins im Jahr 2009 zu verdanken ist. Neben einer umfangreichen Renovierung und Ausgestaltung der Räume konnten dank Spenden und Unterstützungsleistungen auch eine neue Küche sowie neue Tische und Stühle beschafft werden. Natürlich bestand stets der Wunsch nach großzügigeren und eigenständigen Räumlichkeiten, aber dieser Wunsch wurde zugunsten anderer ebenfalls prioritärer Projekte wie die Sporthalle nicht vorrangig verfolgt.

Nachdem zum Frühjahr 2013 nach und nach feststand, dass dem gelben Schulteil zweckgebunden erhebliche Restmittel aus dem Sporthallenneubau zustehen, rückte der Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen für das Speiseangebot bzw. konkret die Idee einer Mensa für die Schule in den Fokus. Warum? Zwar müssen die Schüler nicht hungern, aber die Essatmosphäre ist alltäglich gestört. Die Kinder müssen oft lauwarmes oder gar kaltes Essen in einer zu kurz bemessenen Zeit begleitet von Lärm durch die gerade essenden und auf das Essen wartenden Kinder einnehmen. Die Essensausgabe erfolgt mittels eines “Loches in der Wand” aus der Verteilerküche, die keine hinreichenden Arbeitsbedingungen für das Ausgabepersonal bietet. Der Essensbetrieb stört zudem den Unterricht in den am Speiseraum angrenzenden Klassen. Weil nur ein Teil der auf das Essen wartenden Kinder im Flur vor dem Speiseraum stehen können, müssen andere Kinder draußen warten, also ggf. auch im Regen. Viele Kinder vor allem ab der 4. Klassen verzichten mittlerweile auf das Schulessen, obwohl ihre Eltern dafür zahlen. Das Speiseangebot des derzeitigen Dienstleisters ist an sich gut, aber den Qualitätsansprüchen der Kinder kann mangels räumlicher Gegebenheiten nicht Rechnung getragen werden. Darum! Eine Mensa würde zudem die Möglichkeit zur Nutzung für andere sinnvolle Zwecke bieten. So könnten die Kinder und das Kollegium beider Schulteile gemeinsame Maßnahmen und Veranstaltungen durchführen und das Nachmittagsangebot für Kinder könnte erweitert werden.

 

 

Zahlreiche im Internet recherchierbare Beispiele und die Übersicht über die KII-Maßnahmen des Portfolios Schule der Senatsverwaltung für Finanzen zeigen, dass eine Mensa durch ein Erweiterungsbau oder Anbau im Rahmen des durch die Restmittel aus dem Sporthallenbau gesetzten Kostenrahmens realisierbar ist. Es gibt Beispiele, dass die Mensa bei Bedarf bautechnisch nach und nach z.B. um Klassenräume erweitert werden kann. Weil die zuständige Bezirksstadträtin sich entsprechenden Vorstellungen nicht grundsätzlich verschlossen hat, wurde in der 3. Schulkonferenz im Schuljahr 2012/2013 beschlossen, die Idee einer Mensa für die Schule in einer Arbeitsgruppe zu entwickeln. Darüber soll – demnächst – nachfolgend berichtet werden.

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